577 Kilometer durch Siziliens einsamen WestenFoto: Tom Bierl

Europa577 Kilometer durch Siziliens einsamen Westen

Tom Bierl

 4/29/2014, Lesezeit: 3 Minuten

Sizilien möchte sich als Radfahrerland einen Namen machen und weist immer mehr Radstrecken aus. Chefredakteur Tom Bierl machte die Probe aufs Exempel und startete im Mai zu einer zehntägigen Etappentour rund um den einsamen Südwesten der sonnigen Mittelmeerinsel.

Ankunft in Cesiomaggiore.Foto: Tom Bierl
Ankunft in Cesiomaggiore.
Der ruppige, aber herrliche Küstenweg von Ribera nach Secca Grande ist auf kaum einer Karte zu finden.Foto: Tom Bierl
Der ruppige, aber herrliche Küstenweg von Ribera nach Secca Grande ist auf kaum einer Karte zu finden.
Der Aufstieg lohnt für einen Übernachtungsstopp. Die Altstadt von Erice darf man nicht verpassen.Foto: Tom Bierl
Der Aufstieg lohnt für einen Übernachtungsstopp. Die Altstadt von Erice darf man nicht verpassen.
In der Altstadt von Erice.Foto: Tom Bierl
In der Altstadt von Erice.
Traumhafter Ausblick von der Auffahrt nach Erice.Foto: Tom Bierl
Traumhafter Ausblick von der Auffahrt nach Erice.
In der Salinenlandschaft bei Trapani.Foto: Tom Bierl
In der Salinenlandschaft bei Trapani.
Mit der Autofähre geht es hinüber zur Insel Favignana.Foto: Tom Bierl
Mit der Autofähre geht es hinüber zur Insel Favignana.
Alte Steinbrüche an der Küste von Favignana.Foto: Tom Bierl
Alte Steinbrüche an der Küste von Favignana.
Bei uns sprangen hier die Thunfische aus den Wellen.Foto: Tom Bierl
Bei uns sprangen hier die Thunfische aus den Wellen.
Die Inselrunde per Rad ist mehr als lohnenswert.Foto: Tom Bierl
Die Inselrunde per Rad ist mehr als lohnenswert.
Im Mai gibt es kaum Autos auf Favigana. Und herrlich einsame Strände.Foto: Tom Bierl
Im Mai gibt es kaum Autos auf Favigana. Und herrlich einsame Strände.
Südlich von Trapani kann der Radfahrer Teile der alten Bundesstraße nutzen.Foto: Tom Bierl
Südlich von Trapani kann der Radfahrer Teile der alten Bundesstraße nutzen.
Alte Bundesstraße bei Sciaccia.Foto: Tom Bierl
Alte Bundesstraße bei Sciaccia.
Die Tempelanlage von Selinunt.Foto: Tom Bierl
Die Tempelanlage von Selinunt.
Eine alte Bahntrasse als Radweg bei Menfi.Foto: Tom Bierl
Eine alte Bahntrasse als Radweg bei Menfi.
Einsame Nebenstraße bei Eraclea Minoa.Foto: Tom Bierl
Einsame Nebenstraße bei Eraclea Minoa.
Die weiße Felsenküste kurz vor Agrigent.Foto: Tom Bierl
Die weiße Felsenküste kurz vor Agrigent.
Im Hafen von Sciaccia.Foto: Tom Bierl
Im Hafen von Sciaccia.
Kurzes und steiles Offroad-Stück bei Menfi.Foto: Tom Bierl
Kurzes und steiles Offroad-Stück bei Menfi.
Herrliche Radstrecke im Naturreservat Torre Salsa.Foto: Tom Bierl
Herrliche Radstrecke im Naturreservat Torre Salsa.
Die Tempel von Agrigent.Foto: Tom Bierl
Die Tempel von Agrigent.
Auf dem Weg ins Landesinnere von Agrigent nach St. Angelo d'Muxaro.Foto: Tom Bierl
Auf dem Weg ins Landesinnere von Agrigent nach St. Angelo d'Muxaro.
Bei St. Angelo d'Muxaro.Foto: Tom Bierl
Bei St. Angelo d'Muxaro.
Einsame Wegstrecke bei St. Angelo d' Muxaro.Foto: Tom Bierl
Einsame Wegstrecke bei St. Angelo d' Muxaro.
Den ganzen Vormittag kein einziges Auto.Foto: Tom Bierl
Den ganzen Vormittag kein einziges Auto.
Dafür aber steile Anstiege in völliger Einsamkeit..Foto: Tom Bierl
Dafür aber steile Anstiege in völliger Einsamkeit..
Die anstrengendste Etappe der Rundtour.Foto: Tom Bierl
Die anstrengendste Etappe der Rundtour.
Nur dieses kurze Stück ist nicht asphaltiert und extrem steil.Foto: Tom Bierl
Nur dieses kurze Stück ist nicht asphaltiert und extrem steil.
Wegstrecke kurz vor Corleone.Foto: Tom Bierl
Wegstrecke kurz vor Corleone.
In der Mafiastadt Corleone.Foto: Tom Bierl
In der Mafiastadt Corleone.
Die Dolomiten Siziliens bei Ficuzza.Foto: Tom Bierl
Die Dolomiten Siziliens bei Ficuzza.
In den Eichenwälder bei Ficuzza steht auch das Jagdschloss des Königs.Foto: Tom Bierl
In den Eichenwälder bei Ficuzza steht auch das Jagdschloss des Königs.
In intensives Rot tauchen die blühenden Kleefelder die Hügellandschaft bei Camporeale.Foto: Tom Bierl
In intensives Rot tauchen die blühenden Kleefelder die Hügellandschaft bei Camporeale.
Glücklich ist, wer auf dieser versteckten Wegstrecke nach Camporeale ein GPS-Gerät besitzt.Foto: Tom Bierl
Glücklich ist, wer auf dieser versteckten Wegstrecke nach Camporeale ein GPS-Gerät besitzt.
Ankunft in Cesiomaggiore.Foto: Tom Bierl
Ankunft in Cesiomaggiore.
Der ruppige, aber herrliche Küstenweg von Ribera nach Secca Grande ist auf kaum einer Karte zu finden.Foto: Tom Bierl
Der ruppige, aber herrliche Küstenweg von Ribera nach Secca Grande ist auf kaum einer Karte zu finden.
Der ruppige, aber herrliche Küstenweg von Ribera nach Secca Grande ist auf kaum einer Karte zu finden.
Der Aufstieg lohnt für einen Übernachtungsstopp. Die Altstadt von Erice darf man nicht verpassen.
In der Altstadt von Erice.
Traumhafter Ausblick von der Auffahrt nach Erice.
In der Salinenlandschaft bei Trapani.
Mit der Autofähre geht es hinüber zur Insel Favignana.
Alte Steinbrüche an der Küste von Favignana.
Bei uns sprangen hier die Thunfische aus den Wellen.
Die Inselrunde per Rad ist mehr als lohnenswert.
Im Mai gibt es kaum Autos auf Favigana. Und herrlich einsame Strände.
Südlich von Trapani kann der Radfahrer Teile der alten Bundesstraße nutzen.
Alte Bundesstraße bei Sciaccia.
Die Tempelanlage von Selinunt.
Eine alte Bahntrasse als Radweg bei Menfi.
Einsame Nebenstraße bei Eraclea Minoa.
Die weiße Felsenküste kurz vor Agrigent.
Im Hafen von Sciaccia.
Kurzes und steiles Offroad-Stück bei Menfi.
Herrliche Radstrecke im Naturreservat Torre Salsa.
Die Tempel von Agrigent.
Auf dem Weg ins Landesinnere von Agrigent nach St. Angelo d'Muxaro.
Bei St. Angelo d'Muxaro.
Einsame Wegstrecke bei St. Angelo d' Muxaro.
Den ganzen Vormittag kein einziges Auto.
Dafür aber steile Anstiege in völliger Einsamkeit..
Die anstrengendste Etappe der Rundtour.
Nur dieses kurze Stück ist nicht asphaltiert und extrem steil.
Wegstrecke kurz vor Corleone.
In der Mafiastadt Corleone.
Die Dolomiten Siziliens bei Ficuzza.
In den Eichenwälder bei Ficuzza steht auch das Jagdschloss des Königs.
In intensives Rot tauchen die blühenden Kleefelder die Hügellandschaft bei Camporeale.
Glücklich ist, wer auf dieser versteckten Wegstrecke nach Camporeale ein GPS-Gerät besitzt.
Ankunft in Cesiomaggiore.

Ergänzend zur spannenden Reisegeschichte haben wir hier zusätzlich eine Diashow der schönsten Bilder, die genaue Karte zur Tour, sein Reisetagebuch sowie die gpx-Tracks für unsere Leser hinterlegt.

Den GPX-Track zur Tour finden Sie hier:

Das neue Radnetz des sizilianischen Tourismusprojekts "Medinbike" lag der Planung der Radrunde zugrunde. Während an der Küste nur wenige ruppige Steigungen zu bewältigen sind, erfordert die Durchquerung der Insel Kondition und gute Übersetzungen. Unsere Strecke vermeidet weitgehend Hauptstraßen. Dafür wichen wir auf teilweise unbefestigte Wege aus, die bei Regen nicht zu empfehlen sind. Einige Nebenstrecken im Inselinneren sind teils sehr einsam, steil und weitab von gewohnter Zivilisation.


Tourenverlauf
Insgesamt legten wir 577 Kilometer und 8000 Höhenmeter als Rundtour mit Startort Castellammare zurück. Wir teilten die Strecke in 10 Fahrtage und machten einen Abstecher zur Insel Favignana. Die Etappen lassen sich jedoch individuell beliebig anpassen. Übernachtungsmöglichkeiten findet man nahezu in jedem Ort. Eine Ausnahme macht nur die Etappe von Sant Angelo di Muxaro nach St. Stefano Quisquina (44 km/1500 Höhenmeter). Hier gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit dazwischen. Wer hier Einsamkeit und Höhenmeter scheut kann jedoch auch die moderat befahrene Provinzstraße nehmen und unterwegs noch zusätzlich übernachten.


Anreise
Wir flogen mit Air Berlin nach Palermo (Radtransport 60 Euro) und ließen uns vom Ausgangshotel einen Taxitransfer (100 Euro) nach Castellammare organisieren.


Karten und Literatur
Gute Übersichtskarte: Sicily, freytag & berndt, Maßstab 1:150.000, 9,99 €. Zur Vorbereitung: Sizlien, Michael Müller Verlag, 24,90 €; E-Book für unterwegs: Sizilien, Verlag Reise Know How; 20,90 €;
Hilfreich bei der Planung eigener Strecken: Sizilien per Rad, Verlag Wolfgang Kettler, 14,80 €;


Projekt Medinbike
Die sizilianische Landesregierung förderte in den letzten Jahren mehrere Rad-Tourismusprojekte, die jetzt auf der Webseite www.medinbike.com zusammengefasst präsentiert werden. Kernstück ist die rund 600 Kilometer lange Radverbindung von Trapani nach Syracus entlang der Südküste und weiter nach Malta. Info-Broschüren, sowie GPS-Daten stehen zum Download bereit. www.medinbike.com


Empfehlenswerte Unterkünfte
Castellammare: Cerri Hotel, www.cerrihotel.it
Perfektes Starthotel in der Altstadt unweit vom Hafen.
Erice: Hotel Elimo, www.hotelelimo.it
Bikehotel mit Panorama-Frühstücksraum direkt in der Altstadt.
Favignana: Albergo Egadi, www.albergoegadi.it
Persönliches Haus mit bester Küche in der Altstadt.
Selinunt: Hotel Admeto, www.hoteladmeto.it
Sciacca: Hotel Almoro, www.almoro.com
Agrigent: Tolle Frühstückspension Terrazze di Montelusa, www.terrazzedimontelusa.it
St. Angelo Muxaro: Privat-Übernachtung im Dorfprojekt Val di Kam, www.valdikam.it
San Stefano: Hotel Pigna d’Oro, www.pignadorohotel.it
Bei Corleone: Antica Stazione, www.anticastazione.it


Reisezeit
April/Mai/Juni und September/Oktober; Sommer zu heiß!

Eine 470 km lange Radreise durch den Südosten Siziliens finden Sie hier.

Die Reisereportage "Tief im Süden" aus Trekkingbike-Ausgabe 2/2014 erhalten Sie als gratis PDF-Download.

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