Im grünen Herzen Italiens

Tom Bierl

 · 06.11.2013

Im grünen Herzen ItaliensFoto: Tom Bierl

Kleine Straßen, uralte Städte, beste Küche – Umbrien, das grüne Herz Italiens, liegt abseits der großen Touristenströme. Gerade deshalb hält es für Radfahrer besondere Überraschungen parat.

Genaue Tourenbeschreibungen, aussagekräftiges Kartenmaterial, eine Liste von bike-freundlichen Unterkünften, die Radfahrer auch gerne nur für eine Nacht beherbergen. Wir reisten nach Umbrien und erlebten ein italienisches Wunder.

Beweise, warum die Dinosaurier ausgestorben sind? Die Bottaccione-Schlucht birgt viele Geheimnisse.
Foto: Tom Bierl

Der Norden: Wilde Bergkulissen

Wer an Umbrien denkt, denkt zunächst an Perugia und Assisi – zwei Städte die touristischen Weltruf genießen. Doch Radfahrer sind im stillen Hinterland weit besser aufgehoben. Hier locken einsame Straßen und mittelalterliche Orte. Für die allgegenwärtigen Steigungen auf dem Rücken des Apennin empfiehlt sich allerdings ein Rad mit guter Übersetzung. Idealer Ausgangspunkt für kulturelle und landschaftliche Entdeckungsreisen gleichermaßen ist Gubbio.

Tour 1: Von Gubbio durch die Bottacione-Schlucht

Das Pilgerland Assisi

Franziskanischer Friedensweg nennt sich eine Pilgerroute quer durch Umbrien, die in den letzten Jahren auch immer mehr für Radfahrer nutzbar gemacht wurde. Von Spoleto nach Assisi verläuft beispielsweise ein 60 Kilometer langer Radweg ohne nennenswerte Steigungen. Der Wallfahrtsort Assisi zieht im Jahr Hundertausende von Pilgern an. Zu den schönsten Radlstrecken Umbriens gehört hier der antike Höhenweg durch die alten Olivenhaine von Assisi nach Foligno und im Tal wieder zurück. 24 einfache Fahrradkilometer vorbei an vielen Zeugnissen tiefen christlichen Glaubens.

Todi und der Süden

Foto: Tom Bierl

Jahrhunderte lang genossen die Bewohner von Todi die Lebensqualität der Stadt völlig unbemerkt von der Weltöffentlichkeit. In den 1990er-Jahren machte ein amerikanischer Professor jedoch damit Schluss. Er behauptete in seiner Studie Todi sei eine perfekte Stadt. Resultat: Die Amerikaner kamen in Massen und die Immobilienpreise schossen nach oben. Mittlerweile hat sich der Rummel jedoch wieder gelegt. Zudem ist Todi seit 1999 Mitglied in der Bewegung „Citaslow“ – einer Bewegung zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in Städten. Das kommt auch Radfahrern sehr entgegen.


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