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MYBIKE-Test: Akku-Scheinwerfer und Rücklichter

Lichtgestalten

  • Matthias Borchers

Licht ist Pflicht, wenn man im Dunkeln Rad fährt. Das Plus an Sicherheit gibt es schon für kleines Geld. Im Test: zehn Akku-Sets aus Scheinwerfer und Rücklicht.

Zugegeben: So ein leichtes, stylisches Rad für die Stadt oder ein sportliches Fitnessbike sehen gut aus, wenn sie schlicht und reduziert daherkommen. Was nicht am Rad ist, kann die klare Linie nicht stören. Gepäckträger und vor allem Schutzbleche kann man dem individuellen Stil-Empfinden vielleicht noch opfern, wenn einem gelegentlich nasse Hosen und Schuhe egal sind – aber beim Licht hört der Spaß auf. Aus Sicherheitsgründen ist das gar nicht nachvollziehbar – und aus Gründen des Designs eigentlich auch längst nicht mehr.

Designer-Leuchten

Viele gute und vom Gesetzgeber zugelassene Leuchten sind inzwischen so leicht und schick, dass man sie fast schon als Designteil ans Fahrrad stecken kann. Glühbirnchen, wie man sie von früher kennt, leuchten übrigens in keinem der Scheinwerfer mehr. Für diese Art Lampen werden ausschließlich leuchtstarke LEDs verwendet, die in Verbindung mit Linsen und Reflektoren den Lichtstrahl auf die Fahrbahn werfen. Das Angebot ist riesig – bei der Auswahl hilft unser Test von StVZO-zugelassener Beleuchtung.

Testergebnisse

Wir haben zehn flexibel einsetzbare Sets getestet, die aus Scheinwerfer und Rücklicht bestehen und ihren Strom aus fest installierten Akkus beziehen, die über USB-Kabel aufgeladen werden. Das Auswechseln von Batterien bzw. Akkus in Batterieform entfällt also. Die Preise beginnen bei günstigen 40 bzw. 50 Euro für die Sets von VDO und Contec . Auch das Akkuleuchten-Set von Sigma für 60 Euro ist eine preiswerte Option auf mehr Sicherheit im Straßenverkehr; die genannten Lampen und Rücklichter lassen sich leicht montieren, mit ihren Gummibändern in verschiedenen Längen passen sie an nahezu jeden Lenker und jede Sattelstütze.

Bei Bedarf sind sie außerdem schnell wieder abgenommen und in der Tasche verstaut. Ihre Strahler werfen bei höchster Leuchtstufe einen Lichtteppich auf die Straße, der ausreicht, um darauf im Dunkeln sicher wieder nach Hause zu radeln. Übrigens sind die kleinen Rücklichter nicht nur in nächtlicher Dunkelheit wichtig. Tagsüber sind sie als Positionslicht auch in Waldpassagen, Tunnels oder Unterführungen ein deutliches Sicherheitsplus. Die beste Anzeige der Leuchtdauer bieten die Akkuscheinwerfer von Busch & Müller und Trelock ; sie informieren mittels Countdown im Display, wann das Licht ausgeht. Bei unserem Test stimmten die Angaben zwar nicht auf die Minute genau, waren aber doch deutlich zuverlässiger als bei den anderen Leuchten, die über verschiedenfarbige bzw. blinkende LEDs den verbleibenden Stromvorrat eher ungefähr signalisieren.

Das Leuchtprofil setzt sich zusammen aus Helligkeit und Ausleuchtung der Mess-Strecke.

Fernlicht

Das Premiumprodukt im Test stellt Lupine . Mit einem Set-Preis von knapp 500 Euro spricht der neue SL A7 mit Rücklicht zwar eine exklusive Käuferschicht an, hat dafür jedoch das beste Licht. Als einer der ersten Hersteller bietet Lupine außerdem das seit Juni 2017 vom Gesetzgeber für Fahrräder erlaubte Fernlicht sowie die im Rücklicht integrierte Bremslicht-Funktion. Busch & Müller hat einen neuen Scheinwerfer mit Ab- und Aufblendlicht für 2019 angekündigt, Supernova will das Modell M99 Mini Pro-25 demnächst als Akku-Version anbieten.


Den kompletten Vergleichstest der Akkuleuchten können Sie bequem unter dem Artikel als PDF herunterladen. Der Test kostet 1,99 Euro.

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Diese Akku-Leuchten haben wir getestet

Im Test: 10 Akku-Leuchten

20 Bilder

So testet MYBIKE

Bewertet haben wir Scheinwerfer und Rücklichter der Akku-Beleuchtung nach fünf Kriterien; deren Ergebnisse gehen in unterschiedlicher Gewichtung in die Gesamtnote ein.

Leuchtdauer (25 Prozent) Vor den drei Messungen wurden alle Scheinwerfer und Rücklichter zweimal komplett entladen. Gemessen haben wir die Akkustandzeit bei maximaler Leistung. Die Scheinwerfer von Busch & Müller und Supernova verringern die Leuchtstärke automatisch, wenn der Strom zur Neige geht. Die Angabe der Leuchtdauer bezieht sich hier auf die Maximalstufe.

Leuchtprofil (30 Prozent) Das Leuchtprofil setzt sich zusammen aus Helligkeit und Ausleuchtung der Mess-Strecke. Dabei wurden die Scheinwerfer so ausgerichtet, dass deren Hell-Dunkel-Grenze eine Pylone in 30 Meter Entfernung trifft. Bewertet wird, wie homogen der Lichtteppich den Nah- und Fernbereich sowie den Fahrbahnrand ausleuchtet. Eine Sonderstellung nimmt der Akku-Scheinwerfer von Lupine mit Fernlicht ein.

Handling (15 Prozent) Bei Scheinwerfern sollten Schalter mit definiertem Druckpunkt leicht zu bedienen, der Schalter am Rücklicht auch ohne Hinsehen leicht zu finden sein. Bewertet wird außerdem die Qualität und Genauigkeit der Ladestandsanzeige.

Verarbeitung (15 Prozent) Beurteilt werden Materialgüte, Formteilungsspuren, die Qualität der Dichtungen sowie die Wasserdichtigkeit.

Halter (15 Prozent) Bewertet werden die Montagemöglichkeiten sowie der feste Halt an Lenker, Vorbau und Sattelstütze.


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Schlagwörter: Akku-Beleuchtung Beleuchtung Licht

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