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Test: GPS-Geräte

Die besten GPS-Geräte für Tourenfahrer

  • Matthias Schwindt

Eine babylonische Modellvielfalt bestimmt den Markt der GPS-Geräte. Jahr für Jahr kommen neue Varianten bewährter Modelle hinzu und stiften Verwirrung. Wir haben alle ausprobiert und stellen hier die besten für Tourenfahrer vor.

Wie viel muss man für eine gute Fahrradnavigation ausgeben? Grundsätzlich kann man sagen, dass der Einstieg in die Welt der GPS-Navigation bereits ab rund 150 Euro möglich ist.

Neben dem Preis sollten aber noch einige andere Auswahlkriterien in die Kaufentscheidung einfließen. Denn das GPS-Gerät muss zu den eigenen Wünschen und geplanten Aktivitäten passen. Schließlich gibt es das „beste“ GPS-Navi genauso wenig wie das beste Fahrrad. Sonst macht sich schnell Navi-Frust statt Navi-Lust breit.

Wozu soll die GPS-Navigation genutzt werden?

Nur auf dem Fahrrad, oder auch mal zum Wandern. Abseits vom Fahrrad sind Universal-Outdoor-Geräte von Garmin und Teasi gute Begleiter.

Einfache Bedienung?

Gerade günstige Einsteigergeräte glänzen hier. Eine an die bekannte Kfz-Navigation angelehnte Bedienung und im Falle von Teasi ein nochmals vereinfachter „Easy Mode“ sorgen für den leichten Start in die Satellitennavigation.

Radreisen in exotische Länder?

Genau darauf achten, ob es für das Zielgebiet Karten gibt. Hier ist Garmin durch die zahllosen freien OSM-Karten eine sichere Wahl. Auch sollte man bei solchen Touren besser auf Batterien/Akkus im Mignon-Format setzen. Die gibt es im Notfall weltweit als Ersatz an der Tankstelle oder im Dorfladen.

Touchscreen oder Tasten?

Auch wenn wir dank Smartphone längst die Touch-Bedienung gewohnt sind, reine Tastengeräte (ELEMNT und GPSmap-Serie) haben durchaus ihre Vorteile. Die gewünschte Funktion (vor allem der Kartenzoom) ist immer direkt zu finden und auch mit Handschuhen und im starken Regen klappt die Bedienung.

Ablesbarkeit bei Sonnenlicht?

Hier spielen Geräte ohne Touchscreen ihre Vorteile aus. Auch ein Schwarz-Weiß-Display wirkt Wunder. Die Genauigkeit des GPS-Systems spielt im Vergleich keine Rolle mehr. Alle Systeme verfügen in der Praxis über eine sehr gute Präzision.

Garmin entwickelt sich mit dem Spitzenmodell Oregon immer mehr in Richtung Smartphone.

Zwar ist (noch?) keine SIM-Karte für den direkten Mobilfunk-Empfang vorhanden. Per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt, ist der Oregon allerdings schon heute mit dem Internet verbunden. Ein Wetterbericht mit animiertem Wolkenradar liefert Zusatzinformationen zur Tour. Allerdings stellt sich da die Frage, warum man nicht gleich eine der vielen tollen Wetter-Apps auf dem Smartphone nutzt.

Die GPS-Geräte im Test

6 Bilder

Bei der für die Navigation entscheidenden Hardware hat sich dagegen kaum etwas geändert. Deshalb unser ganz heißer Spartipp: Jetzt noch einen ausgereiften Garmin Oregon 600 als Auslaufmodell günstig besorgen. Eine microSD-Karte mit einer freien, kostenlosen OSM-Karte aus dem Internet versorgt die Navigation mit präzisen, routingfähigen Karten. So kann man 100 Euro sparen und hat ein Spitzennavigationsgerät für alle Outdoor-Aktivitäten.

Auch bei den anderen getesteten Geräten gibt es Sparpotenzial. Zu jedem Gerät haben wir deshalb neben einem pfiffigen Techniktipp auch immer einen Tipp für Sparfüchse parat. So wird der Weg zur passenden GPS-Fahrradnavigation nicht unerschwinglich teuer.

Mehr Infos

Auf seinem eigenen Blog über GPS-Navigation und Elektronik am Fahrrad hat unser GPS-Experte Matthias Schwindt sehr ausführliche Praxistests zu allen hier vorgestellten Navigationsgeräten zusammengetragen. Zu finden unter:


http://gpsradler.de/tb2017-3

So kommt der GPX-Track aufs Navi


Auch unterwegs lassen sich GPX-Tracks ohne PC einfach aufs Navi laden. Eine App und ein Kabel machen das mit Android-Smartphones möglich.

Das Internet ist voll mit guten Tourvorschlägen. Fremdenverkehrsämter, Online-Tourenportale und Radbegeisterte stellen Touren im GPX-Format zum Download bereit.

Zum Übertragen auf das GPS-Gerät braucht man im Normalfall keine spezielle Software. Es reicht, das GPS-Gerät an den Computer anzuschließen und die GPX-Datei in ein spezielles Verzeichnis auf dem GPS-Empfänger zu kopieren.

Unterwegs kann das Android-Smartphone als PC-Ersatz dienen. Als Zubehör benötigen Sie lediglich einen so genannten USB-OTG-Adapter und das Ladekabel vom GPS-Empfänger. Alternativ gibt es Spezialkabel, die eine direkte Verbindung zwischen Android-Smartphone und GPS-Gerät herstellen können. Auf dem Android-Smartphone muss ein Dateimanager installiert sein. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit der App „Solid Explorer File Manager“ gemacht.

Die GPX-Datei haben Sie aus dem Internet geladen oder per E-Mail bekommen. Sie sollte auf dem Smartphone liegen, beispielsweise im Ordner „Downloads“. Verbinden Sie jetzt das Smartphone mit dem Adapterkabel und dem eingeschalteten Garmin GPS-Empfänger.

Öffnen Sie den Dateimanager, am besten im Querformat, und suchen Sie auf der einen Seite die heruntergeladene GPX-Datei.

Auf der anderen Seite öffnen Sie den Ordner /garmin/gpx im USB-Laufwerk. Mit einem langen Tipp auf die GPX-Datei erscheint ein Pfeil. Ein Fingertipp darauf und die GPX-Datei wird vom Smartphone auf den Garmin kopiert.

Nach dem Entfernen der Kabel und einem Garmin-Neustart, ist die kopierte Tour über die Tracks der Zieleingabe zu erreichen.

Ein spezielles Kabel ermöglicht die direkte Dateiübertragung.


Hier geht’s zum Video-Tutorial


Der komplette Artikel stand in Trekkingbike-Ausgabe 3/2017.

Den einzelnen Artikel erhalten Sie hier als PDF-Download.

Themen: GPS-GeräteTest

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