Zubehör: Langfingerhandschuhe (6/2017)

Handschutz

Radfahren im Winter geht nur mit guten Handschuhen. Die TREKKINGBIKE-Tester haben 23 Modelle ausprobiert – vom dünnen Übergangshandschuh bis zum dicken Frostschutz.

Armin Herb am 04.01.2018
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Daniel Simon

Mit klammen Fingern Rad zu fahren, ist nicht nur unangenehm, sondern auch ein Sicherheitsrisiko. Zum Glück gibt es schützende Handschuhe quasi für jeden Anspruch. Aber vorneweg: Die eierlegende Wollmilchsau unter den Langfingerhandschuhen, ein Modell, das für die gesamte kühle Periode gute Dienste leistet, gibt es nicht und kann es auch kaum geben.

Fotostrecke: Langfingerhandschuhe für jeden Temperaturbereich

Das liegt einerseits an der großen Temperaturspanne von ungefähr 10 Grad plus bis 10 Grad minus, wenn die meisten zu Langfingerhandschuhen greifen, sowie am individuellen Temperaturempfinden jedes Radfahrers. Ein dicker wattierter Handschuh wärmt zwar an frostigen Tagen, führt allerdings an weniger kalten Wintertagen zu wahren Schweißbädern an der Hand. Andererseits vermag ein dünnes Softshell-Modell kaum genug Wärme zu konservieren, um die Finger gegen eiskalten Fahrtwind ausreichend zu schützen. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Kauf im klaren zu sein, für welchen individuellen Temperaturbereich der Handschuh benötigt wird.

Gute Dienste für einen Großteil der Wintertage leisten winddichte Softshell-Modelle für „mittlere“ Kälte.

Ebenso wichtig beim Kauf ist die vorherige Anprobe im Fachgeschäft. Denn nur so lässt sich einwandfrei feststellen, ob die Finger lang genug sind, ob Faltenwurf den Grip am Lenker behindern, ob eventuell wulstige Nähte den Tragekomfort beeinträchtigen oder ob Bund bzw. Stulpe weit genug übers Handgelenk reichen. Noch ein Frost-Tipp: Wer trotz voluminöser Isolierung und wind- und wasserdichter Membran nach wie vor zu klammen Fingern neigt, der sollte sich zusätzlich dünne Innenhandschuhe aus Seide oder Kunstfaser oder – noch wärmer – aus Merinowolle zulegen.


Der komplette Artikel stand in Trekkingbike-Ausgabe 6/2017. Sie können die Ausgabe in der Trekkingbike-App (iTunes  und Google Play ) laden oder im DK-Shop  bestellen.

Armin Herb am 04.01.2018

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