Radfahren im Winter

Ideen zum Warmhalten

Mit der richtigen Ausrüstung hat die Kälte keine Chance. Neue, leichte Materialien und Miniheizungen bieten den perfekten Schutz. Hier ein aktueller Überblick:

Armin Herb am 25.02.2015
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www.photo-ff.de

Wolle wärmt am besten – eine uralte Erkenntnis. Doch Kleidung aus Wolle kratzt, ist schwer und sollte auch nicht nass werden. Nicht nur bei diesem Naturprodukt hat sich in den vergangenen Jahren viel getan – im positiven Sinne. Der Schafspelz wird mittlerweile sogar zu leichtem Vlies verarbeitet und konkurriert mit Daune als Jackenfüllung. Auf der Haut lässt sich Merino angenehm tragen, vor allem in Materialkombination mit Polypropylen oder Polyester. Denn dadurch trocknet das Unterhemd auch viel schneller. Und wenn Wetterschutz nötig ist, wird die moderne Woll-Radjacke mit einer wind- und wasserdichten Membran versehen. Radfahrer, die sportlich bei Wind und Wetter unterwegs sind, werden sich aber auch in Zukunft in erster Linie mit Kunstfaserprodukten schützen und warm halten, z.B. mit Hybridjacken, die nach dem Body-Mapping-Prinzip Primaloft-Wattierung mit elastischem Windschutz-Gewebe kombinieren. Oder mit klassischen Windstopper- und Gore-Tex-Jacken und -hosen, die es nun endlich auch in einer legeren Bekleidungslinie für Trekkingbiker gibt. Selbst die altbekannte Rad-Outdoorjacke mit einzippbarer Fleecejacke wurde wieder entdeckt und weiter entwickelt, d.h. sie ist jetzt leichter und atmungsaktiver. Wer allerdings trotz kuscheliger Wolle und Hightech-Fasern beim Winterradeln immer noch schlottert, kann sich künftig mit Technik weiterhelfen. Ob Handschuhe, Weste, Socken, Einlegesohlen oder Strickmütze – alles gibt es nun auch mit einer kleinen elektrischen Heizung.

Wenn warme Wolle und dichte Membranen nicht mehr gegen Kälte helfen, muss moderne Technik ran – in Form von elektrischer Heizung in der Bekleidung.

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Powersocks von Therm-ic Konstant warme Füße garantieren die Strümpfe, die gemeinsam vom Heizspezialisten Therm-ic und Socken-Experten X-Socks entwickelt wurden. Akku und Wärmeregler sitzen im Saum der Luxussocke. Preis: 199,95 Euro. http://de.therm-ic.com

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Thermicsole von Therm-ic Die klassische Sohle lässt sich fast für alle Schuhmodelle problemlos zuschneiden. Der Akkupack wird direkt am Schuh oder am Unterschenkel befestigt. Für die Luxusausführung gibt es sogar eine Fernbedienung.
Preis: ab 69,90 Euro http://de.therm-ic.com

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Warme Handschuhe Gegen klamme Finger haben mittlerweile mehrere Hersteller die E-Heizung im Einsatz. Die Wärmeleistung ist mehrstufig regelbar und reicht im Schnitt 6 bis 8 Stunden. Der Mini-Akku sitzt in der Stulpe. Robuste Wintermodelle gibt’s von Alpenheat, Zanier und Ziener. Der Fire Glove von Alpenheat kostet z.B. 269,95 Euro. www.alpenheat.com

Lenz Heat Vest

Heat Vest 1.0 von Lenz Kuschlige Wärme verteilt sich vom Rücken über den gesamten Torso, denn die Heizelemente sitzen im Nieren- und Rückenbereich. Die dreistufige Wärmeleistung lässt sich manuell, per Fernbedienung oder sogar per Smartphone-App regeln. Preis: 349 Euro. www.lenzproducts.com

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Powerbeanie von Therm-ic Wer sich im Winter keinen allzu kühlen Kopf bewahren möchte, kann sich die Strickmütze noch aufwärmen lassen – bis zu 6 Stunden lang. Die Heizelemente verbergen sich nicht spürbar im Fleecefutter. Preis: 79,95 Euro. http://de.therm-ic.com

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Armin Herb am 25.02.2015

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