Test: Cateye Strada Smart

Neue Generation Fahrradcomputer

  • Tom Bierl

Eine neue Generation von Fahrradcomputern will den Lenker erobern. Der Cateye Strada Smart spiegelt Informationen wider, die sowohl Sensoren als auch ein Smartphone in der Tasche sammeln.

Smartphones mausern sich immer mehr zum Alleskönner. Mit Hilfe von Apps werden Sie zum GPS-Gerät oder übernehmen alle Funktionen herkömmlicher Radcomputer. Nur zwei Handicaps haben die Telefone bislang nicht gemeistert. Das Display am Radlenker ist bei Sonnenlicht schlecht ablesbar und viele Radfahrer scheuen sich, das teuere Teil ungeschützt an den Lenker zu montieren.

Eine neue Generation von Fahrradcomputern spannt hier eine Brücke. Mit Hilfe von Bluetooth verbinden Sie sich mit dem Telefon und spiegeln Informationen an den Lenker. Der Vorteil: Am Radlenker sitzt nur ein kleines, günstiges Kontrollzentrum. Das teure Smartphone in der Tasche hingegen sammelt alle erdenklichen Informationen. Diese können dann in Ruhe ausgewertet oder sogar sofort drahtlos an diverse Communities im Netz weitergegeben werden.
Der Cateye Strada Smart ist so ein Vertreter der neuen smarten Sklaven, die sich auf den ersten Blick kaum von herkömmlichen Radcomputern unterscheiden. Der handliche, ultraleichte Minicomputer funktioniert auch ohne Verbindung zum Telefon. Dann braucht er allerdings Sensoren am Rad. Geschwindigkeit, Trittfrequenz, Power und Herzfrequenz sind bislang koppelbar. Der GPS-Sensor im Smartphone liefert zudem den Streckenverlauf sowie das Höhenprofil und zeichnet die Tour zur Abbildung auf einer Karte auf.


Die Inbetriebnahme erfolgt erstaunlich einfach. Eine anschauliche Anleitung im Internet klärt über alle Schritte auf und so sind Radcomputer und Smartphone in wenigen Minuten ein Paar. Auf der Radtour selbst gibt es dann wenig Neues. Wie auf einem herkömmlichen Radcomputer hat man die gesammelten Daten im kleinen Display im Blick. Das Smartphone ruht im Energiesparmodus mit abgeschaltetem Display in der Tasche. Allerdings saugen Bluetooth, App und GPS-Modul unterwegs kräftig am Akku. Ein vollgeladenes Handy ist für eine Tagestour unbedingte Pflicht. Zusätzlich zu den Tour-Daten meldet der Strada einen Anruf oder eine ankommende SMS per Symbol im Display. Praktisch für den, der erreichbar bleiben möchte. Navigations-Informationen überträgt der Strada Smart bislang noch nicht.
Die große Stunde des neuen Paares schlägt erst mit dem Abschluss der Tour. Nie war es einfacher, Daten zu sammeln und zu sichten. Der Direkt-Upload zu Plattformen wie Cateye Atlas, Strava oder Training Peaks funktioniert direkt aus dem Smartphone heraus. So lassen sich ohne Umweg über einen Rechner genaue Statistiken mit allen Leistungsdaten erstellen oder der Radurlaub metergenau auf einer Karte dokumentieren. Da das Sammeln von Daten auch nur mit Smartphone ohne Radcomputer funktioniert, können so auch Trainingswege mit einem zweiten Rad unkompliziert erfasst und ergänzt werden. Die Geschwindigkeitsmessung ohne entsprechenden Sensor ist allerdings je nach Empfangslage des GPS-Signals manchmal recht schwankend.

Cateye Strada Smart, in drei Ausführungen ohne und mit Sensoren erhältlich,
Preis ab 74,99 Euro, www.paul-lange.de

Schlagwörter: Cateye Strada Smart Fahrradcomputer Test


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