Packtaschen von 90 bis 250 Euro im Vergleich Packtaschen von 90 bis 250 Euro im Vergleich Packtaschen von 90 bis 250 Euro im Vergleich

Kaufberatung Packtaschen

Packtaschen von 90 bis 250 Euro im Vergleich

  • Barbara Merz-Weigandt

Zwischen 90 und 250 Euro kann man für Packtaschen ausgeben. Was macht den Unterschied? TREKKINGBIKE hat den Markt durchforstet und zehn aktuelle Packtaschen-Modelle verglichen.

Alles Ortlieb, oder was? Bei der Recherche zu dieser Kaufberatung konnte man fast den Eindruck gewinnen. Der Ortlieb Back Roller ist schon seit Jahrzehnten bei Reiseradlern ein Klassiker. Kein Grund für den Heilbronner Hersteller, das Produkt nicht immer weiter zu entwickeln und zu verbessern. Neuester Clou: Das PU-beschichtete Corduragewebe ist komplett mit einem Reflexgarn durchzogen. Bei Dunkelheit reflektiert also nicht nur ein kleiner Streifen, sondern die ganze Tasche. Ein nicht zu unterschätzender Sicherheitsvorteil!

Die Packtaschen im Test

10 Bilder

Hersteller wie Abus und Deuter, die in der letzten Kaufberatung 2011 noch mit von der Partie waren, haben ihre Bemühungen, sich im Marktsegment „Packtaschen“ zu etablieren, mittlerweile aufgegeben.
An deren Stelle treten zwei neue Vertreter in den Ring. Der schwedische Hersteller Thule, bisher nur für Autotransportlösungen bekannt, hat mittlerweile auch eine Fahrradtaschen-Serie im Portfolio. Und die englische Edelmarke Brooks, Traditionshersteller von Ledersätteln, lieferte wasserdicht verschweißte Polyester-Packtaschen in die Redaktion.
Doch wer genauer hinsieht, stellt fest: Auch hier hat Ortlieb seine Finger mit im Spiel. Als Befestigungssystem bei Brooks dient Ortliebs QuickLock-2-Mechanismus. Auch bei Racktime hält ein Ortlieb QuickLock-System die Taschen am Träger. Naheliegend, wenn man bedenkt, dass Ortlieb den Vertrieb für Racktime abwickelt.
Bei den Befestigungssystemen gibt es jedoch die größten Unterschiede in dieser Produktübersicht. Neben dem Ortlieb-System findet sich an den Vaude-Taschen das hauseigene QMR-System, das sich wie bei Ortlieb komplett werkzeugfrei an beinahe jeden Gepäckträger anpassen lässt. Rixen & Kaul und Norco vertrauen auf die Klickfix-Schienen, die sich ebenfalls mit wenigen Handgriffen leicht einstellen lassen. Arkel und Thule dagegen, gehen bei der Hakenlösung eigene Wege, die zumindest bei ersten Einstellversuchen noch etwas umständlich wirken. Haberland verzichtet bei seiner Doppeltasche sogar komplett auf Befestigungshaken, lediglich ein dritter Sicherungshaken gegen „seitliches Aufpendeln“ kann montiert werden. Ansonsten halten die Taschen mittels einer Lasche, die durch Federklappe oder horizontalen Spanngurt fixiert wird.
Bei Material und Ausstattung sind die Unterschiede weit weniger auffallend. Acht von zehn Taschenmodelle sind aus wasserdicht verschweißtem Polyester-Material. Dabei betonen Vaude, Ortlieb und Thule hier die PVC-freie Herstellung. Bei Racktime steckt eine Regenhülle im Deckelfach. Haberland-Käufer müssten dafür noch einmal knapp 12 Euro auf den Ladentisch legen.

Abschließend lässt sich feststellen, dass moderne Packtaschen heutzutage aus hochwertigen, leichten Materialien hergestellt werden. Die Verarbeitung ist durchgehend präzise und sauber. Die unterschiedlichen Befestigungssysteme funktionieren mit mehr oder weniger Montageaufwand zuverlässig. Je nach individuellen Anforderungen, Ausstattungswünschen und Budget bietet der Markt rund um Back Roller und Co. für jeden Radfahrer das passende Packtaschen-Modell.


Den Artikel aus Ausgabe 5/2014 in voller Länge erhalten Sie als PDF-Download. 

Themen: PacktaschenTest

  • 1,99 €
    Kaufberatung Packtaschen

Lesen Sie unser MYBIKE Magazin. Einfach digital in der MYBIKE-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Test Top-Räder 2018: Boettcher Titanium Gravelbike
    Luxus-Träume

    09.01.2018Titan erlebt eine kleine Renaissance: Das robuste Metall eignet sich hervorragend für fast unzerstörbare Bike-Rahmen. Wenn man das nötige Kleingeld hat.

  • Test Allrounder
    Jeden Tag aufs Rad - gut & günstig

    18.05.2021Ein gutes Rad für jeden Tag muss nicht teuer sein. Bereits zwischen 1.000 und 1.500 Euro gibt es Bikes für anspruchsvolle Fahrer, die ihr Material täglich fordern. Aktuelle ...

  • Test: Crossräder
    Neun Crossbikes unter 1200 Euro

    28.06.2011Nach über 25 Jahren Crossbike-Geschichte scheint die Art auf den ersten Blick technisch zu stagnieren:

  • Test: Räder für Große
    Hersteller und Kauftipps

    12.02.2004Wer größer als 1,95 Meter ist, hat wenig Auswahl beim rollenden Material. Bei Rahmenhöhe 60 ist normalerweise Schluss. Wir haben Hersteller gefunden, die Räder bis 74 cm ...

  • Test 2016: Super-Reiseräder
    Offroad-Renner: Salsa Vaya Ti

    20.09.2016Nicht viel dran am Edel-Rad: Spartanisch, aber vielseitig gibt sich die pure Fahrmaschine der Trendsetter von Salsa aus USA. Anyway, wie der Amerikaner dazu sagt.

  • Top-Räder 2017
    BMC Roadmachine 03: 2x11-Renner

    27.01.2017Ein Bike für alles – BMCs Roadmachine will weg von haarspalterischen Nischen. Warum dann nicht mal einen solchen Straßenrenner zum Speed-Tourer machen?

  • Test: Tourenräder
    Kette oder Nabe? Die Mittelklasse bis 2000 Euro

    04.07.2013Mit einem Allrounder so gut im Alltag unterwegs wie auf Touren mit Gepäck – dieses Bike-Segment wächst und gedeiht. Touring-Räder sind eine zentrale Kategorie.

  • Test: Kalkhoff Endeavour P12
    Kalkhoff Endeavour P12: Pinion für alle?

    09.12.2016Direkt vom Messestand am Bodensee konnten wir das erste Testrad mit Pinions günstigem C-Getriebe in die Redaktion entführen. Erster Fahreindruck: Super!

  • Test: Idworx oPinion ti travel spec
    Idworx Titan-Reiserad

    25.02.2015Mit dem oPinion Ti präsentiert Idworx eines der teuersten Reiseräder im Markt. Alles ist daran durchdacht.