Test: Fahrradständer

Standfest

Bei Fahrradständern gibt es ein reichhaltiges Angebot an unterschiedlichen Ausführungen. Mittelbau- und Hinterbauständer, Zweibein- und Direct-Mount-Optionen. TREKKINGBIKE hat 15 Modelle unter die Lupe genommen.

Kai Hilbertz am 24.02.2016
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Daniel Simon

Ob Fahrradständer, Fahrradstütze oder Parkstütze, gemeint ist immer dasselbe: ein am Rahmen fest montiertes Gelenk mit schwenkbarem Bein (oder Beinen) zur Abstützung des Fahrrads beim Parken. Viele sportliche Radfahrer verzichten zwar auf einen Ständer, weil sie das Gewicht einsparen wollen. Wer aber häufig mit dem Fahrrad ins nächste Geschäft zum Einkaufen fährt und anschließend seine Sachen sicher am Rad verstauen will, wird die Vorzüge eines guten Fahrradständers zu schätzen wissen. Und wer ein richtiges Lastenrad sein eigen nennen darf, wird niemals, und da spreche ich aus Erfahrung, freiwillig auf einen gut funktionierenden und belastbaren Zweibeinständer verzichten wollen.
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Fahrradständern: Mittelbauständer und Hinterbauständer. Mittelbauständer sind die klassische Ständerart – sie werden mittig am Rahmen, hinter dem Tretlagergehäuse angeschraubt. Manche Touren- und Trekkingräder haben unter den Kettenstreben eine extra dafür aufgeschweißte bzw. gelötete Ständerplatte, auf der ein Ständer mit kurzer Schraube montiert werden kann. Fehlt die Platte, benötigt ein Mittelbauständer eine Gegenplatte und eine erheblich längere Schraube.
Zweibeinständer sind eine Variante des Mittelbauständers – ihre breitbeinige Bauweise verleiht dem Rad auch bei schwerem Gepäck einen sicheren Stand. Sie werden wegen ihrer höheren Belastung immer mit Gegenplatte montiert. Man sollte darauf achten, dass die Kettenstreben nicht durch ein zu starkes Anziehen der Befestigungsschraube gequetscht werden.

Fotostrecke: Die Fahrradständer im Überblick


Heute werden jedoch die meisten Trekkingräder mit einem Hinterbauständer ausgestattet. Sein Vorteil ist, dass er eine größere Entfernung zum wackeligen Vorderrad hat – dadurch ist er generell stabiler als ein einbeiniger Mittelbauständer. Hinterbauständer gibt es wiederum in drei Varianten: normale Hinterbauständer werden auf der hinteren linken Kettenstrebe und meist auch auf der linken Sitzstrebe positioniert und festgeschraubt.
Die zweite Variante sind Ständer, die direkt von der Hinterradachse gehalten werden. Viele Trekkingräder des mittleren und gehobenen Preissegments werden mittlerweile mit der dritten Variante ausgestattet: Direct-Mount-Ständer. Hier gibt es zwei Standards, KSA 18 und das neuere KSA 40. Bei beiden wird der Ständer direkt an der Strebe mit zwei 6 mm Schrauben befestigt, es variiert die Art der Aufnahme und des Achsabstands, der entweder 18 oder 40 mm beträgt.

Der komplette Artikel stand in Trekkingbike-Ausgabe 1/2016. Sie können das gesamte Heft in der Trekkingbike-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop bestellen.

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Kai Hilbertz am 24.02.2016

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