Neun Falt- und Bügelschlösser im Praxistest Neun Falt- und Bügelschlösser im Praxistest Neun Falt- und Bügelschlösser im Praxistest

Test: Fahrradschlösser

Neun Falt- und Bügelschlösser im Praxistest

  • Jörg Spaniol

Vor allem Falt- und Bügelschlösser kombinieren Sicherheit und praktische Handhabung – zumindest theoretisch. Welches überzeugt im Alltag?

Ein Kollege, dessen Name aus Sicherheitsgründen hier verschwiegen wird, schließt sein durchaus teures Rad nur selten ab. Mitten in der Großstadt gibt er sich den Stress, beim Bäcker mit einem Auge durchs Fenster nach seinem Rad zu sehen und gleichzeitig mit dem anderen die Auslage zu betrachten. Sein Argument: Er wisse nicht, wohin mit dem Schloss.

Sicher sind viele, praktisch nur wenige

Betrachtet man das Angebot an Fahrradschlössern, hat er irgendwie recht, denn die Kriterien „sicher“ und „praktisch“ gehen selten zusammen. Seriöse Tests, bei denen Fahrradschlösser mit Eisspray, Trennschleifer, Wagenheber und Bolzenschneider attackiert werden, sortieren den größten Teil der Konstruktionen von vornherein aus. Zahlenschlösser finden selten Gnade, Kabelschlösser nur in der wuchtigsten Ausführung.

Immer wieder sind es große Bügelschlösser, wuchtige Ketten und massive Faltschlösser, die den üblichen Knackversuchen weitgehend widerstehen. Aber weniger als ein Kilo wiegt kaum eines der Schlösser, die überzeugend schützen.

Wohin mit dem Fahrradschloss?

Doch so ein Trumm steckt man nicht einfach in die Tasche. Ohne adäquate Transportmöglichkeit bleiben die Panzerkette oder das schnittfest umhüllte Kabel deshalb wertlos. Dass es nur Faltschlösser und Bügelschlösser mit speziellem Fahrradhalter in die Auswahl geschafft haben, erklärt sich also ganz einfach: Nur ein Schloss, das man dabeihat, kann man benutzen. Und eine kiloschwere Stahlkette, die baumelnd den Lack rui­niert, schädigt, was sie schützen soll.

Die Exoten: Ein Gürtelschloss und ein Schloss ohne Schlüssel

Sieben Falt- und Bügelschlösser von etwa 50 bis 100 Euro haben wir ausgewählt, dazu ein Schloss in Gürtelform und ein Hightech-Modell ohne Schlüssel. Auf Aufbruchversuche haben wir verzichtet: In Sachen Sicherheit orientiert sich unsere Auswahl an den Anforderungen der Fahrrad-Versicherungen, an plausiblen Tests (etwa der Stiftung Warentest) sowie an den Selbstauskünften der Hersteller. Da es in Deutschland keine offizielle, abgestufte Sicherheits-Skala gibt, stufen die Anbieter ihre Produkte auf jeweils eigenen Skalen selbst ein. Objektiv und vergleichbar sind diese Herstellerangaben nicht, doch sie helfen bei der Einschätzung des technischen Niveaus. Auch die Preisklasse lässt ein gehobenes Schutzniveau erwarten.

Den kompletten Vergleichstest der Fahrradschlösser inkl. aller Testurteile und Einzelbewertungen können Sie unter dem Artikel als PDF herunterladen. Der Test kostet 1,99 Euro.

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Die Fahrradschlösser im Test

9 Bilder

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Themen: FahrradschlösserTest

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